Spiegelungen

eine virtuelle Ausstellung der Fotogruppe im Mehrgenerationenhaus Ingelheim

Das Thema „Spiegelungen“ gehört zu den Klassikern in der Fotografie und öffnet durch seine Vielfalt ein Füllhorn an Motiven.
So fiel es den insgesamt 14 Ausstellern der Fotogruppe im Mehrgenerationenhaus Ingelheim (FiM) und der Photogesellschaft Bingen (beide stellen erstmalig gemeinsam aus) nicht leicht, insgesamt 40 Bilder zum Thema Spiegelungen mit den unterschiedlichsten Motiven aus ihrem Fundus auszuwählen.
Spiegel und Verspiegelungen werden bewusst in der Architektur eingesetzt, um Räume größer erscheinen zu lassen. In Innenstädten spiegeln sich historische Gebäude in modernen Bauten mit großen Fenstern und Glasfassaden – oftmals eigenwillig verzerrt. In Brillengläsern oder polierten Autodächern erkennt man je nach Blickwinkel das Straßengeschehen, eine interessante Fassade oder den Himmel. Rückspiegel oder spiegelnde Sonnenbrillen zeigen die Situation hinter dem Fotografen und erzeugen damit einen räumlichen Eindruck.
In der Natur findet man Spiegelungen auf Wassertropfen und insbesondere an ruhigen Wasseroberflächen von Meer, Seen und Pfützen. Das können Boote im Wasser, Seerosen und Bäume, Gebäude und ein Sonnenuntergang im ruhigen Meer sein. Oft sind Wirklichkeit und Spiegelung kaum voneinander zu unterscheiden, es sei denn, eine leichte Brise erzeugt kleine Wellen, die der Spiegelung den Touch eines Aquarells verschaffen.
Spiegelungen lenken das Auge der Fotografen auf etwas ihnen eigentlich Bekanntes, was sich je nach Perspektive verändert und damit spannend, ja oftmals sogar geheimnisvoll erscheint. Sie lassen das Spiegelbild verzerrt und verfremdet bzw. scharf oder unscharf erscheinen, je nach Form der Metall- oder Glasoberfläche bzw. Bewegung der Wasseroberfläche. Um die optimale Spiegelung zu erhalten und Störendes im Spiegelbild zu vermeiden, muss der Fotograf seine Position vielfach verändern. Bilder mit Spiegelungen sind daher meist keine Schnappschüsse, sondern gekonnt arrangierte Kompositionen, besonders wenn man nicht gespiegelte Objekte mit ins Bild integrieren möchte. Abweichend von den „üblichen“ fotografischen Regeln wird bei Spiegelbildern die Spiegelebene häufig harmonisch in die Bildmitte gelegt, aber man kann das reale Objekt auch ganz oder teilweise weglassen und erzeugt damit eine größere Spannung.
Die erste virtuelle Ausstellung des Mehrgenerationenhauses Ingelheim zeigt mit ihren Bildern und zugehörigen Hintergrundinformationen alle fotografischen Möglichkeiten zum Thema Spiegelungen auf, vom Alltag bis zum Experimentierlabor. Sie kann mit dem link „artspaces.kunstmatrix.com/de/exhibition/2037686/spiegelungen“ oder mit www.kunstmatrix.com , Suchbegriff „Spiegelungen“ geöffnet und vom 4.9. bis 2.10.2020 im Internet besucht werden.
Vom 3. bis 28. Oktober werden die Bilder im Kunstraum Bingen, Salzstr. 14 ausgestellt. Öffnungszeiten Di+Fr 14-18 Uhr, Mi+Sa 10-14 Uhr, bei freiem Eintritt.

Hier geht es zur Ausstellung

Fotografen/innen:
Rolf Barnekow
Stefan Bernd
Kurt Ebling
Walter Fürst
Romy Köppler
Dr. Ulrich Maier-Harth
Jens Mehrens
Lothar Röper
Norbert Schöck
Wolfgang Stwrtetschka
Sabine Wehr
Burkhard Weiß
Gisela Wolff
Ekkehard Wulff